Die faszinierendsten Höhlen des Ätna: Eine Reise ins Herz des Vulkans

Der Ätna hört nie auf zu überraschen. Neben seinen majestätischen Kratern und Lavaflüssen bewahrt der Vulkan ein außergewöhnliches unterirdisches Erbe: Lavahöhlen. Diese natürlichen Tunnel, die sich während historischer Eruptionen gebildet haben, bieten ein einzigartiges Erlebnis für alle, die das authentische und abenteuerliche Sizilien entdecken möchten. Hier präsentieren wir Ihnen die spektakulärsten Höhlen am Ätna.

Drei-Ebenen-Höhle (Grotta dei Tre Livelli): die Königin der Lavagrotten

Die Drei-Ebenen-Höhle liegt auf 1.625 Metern Höhe in der Gegend von Casa del Vescovo entlang der Straße Zafferana–Rifugio Sapienza und gilt als wichtigste Lavastromhöhle des Ätna. Mit einer Gesamtlänge von 1.150 Metern und einem außergewöhnlichen Höhenunterschied von 304 Metern entstand sie während der Eruption von 1792, die insgesamt 370 Tage dauerte.

Ihre Besonderheit ist die Struktur aus drei übereinanderliegenden Tunneln auf unterschiedlichen Ebenen, die über kleine Abstufungen miteinander verbunden sind. Die Höhle ist auch als Fledermaushöhle bekannt, da sie früher zahlreiche Fledermauskolonien beherbergte. An den Wänden finden sich faszinierende Schmelzstalaktiten – wie glasige Lavafetzen – sowie natürliche Vorsprünge, die an Gesimse erinnern. Der obere Abschnitt ist bemerkenswert steil und erreicht eine Neigung von bis zu 40° – ein seltenes Phänomen bei Ätna-Lavaröhren und auch im internationalen Vergleich.

Cassone-Höhle: gut erreichbar und dennoch beeindruckend

Die Cassone-Höhle liegt auf 1.455 Metern Höhe, unmittelbar oberhalb von Piano del Vescovo. Sie ist leicht erreichbar und daher ein beliebtes Ziel für Besucher und Naturfreunde. Wie andere Höhlen in dieser Zone entstand auch sie während der Eruption von 1792.

Die gute Zugänglichkeit hat dazu geführt, dass sie zu den meistbesuchten Höhlen des Ätna zählt und häufig von Gruppen mit naturkundlichen Guides besichtigt wird. In den letzten Jahren geriet sie zudem wegen eines Teileinsturzes der Decke in den Fokus – glücklicherweise ohne Verletzte. Dieses Ereignis unterstreicht, wie wichtig sachkundige Begleitung und die konsequente Einhaltung der Sicherheitsregeln sind.

Die Drei-Ebenen-Höhle und die Cassone-Höhle können im Rahmen der EtnaWay-Tour „Ätna Süd“ besucht werden.

Räuberhöhle (Grotta dei Ladroni): Geschichte und Legende im ewigen Schnee

Auf 1.550 Metern Höhe, im Gebiet von Sant’Alfio nahe den Monti Sartorius, liegt die Räuberhöhle, auch Schneehöhle (Grotta della Neve) genannt. Mit rund 50 Metern Länge verbindet sich mit ihr eine faszinierende Legende: Man erzählt, dass in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Banditengruppe hier Zuflucht suchte – jedoch ohne Erfolg.

Der Name Schneehöhle geht auf ihre historische Nutzung als Schneelager (Neviera) zurück. Durch menschliche Eingriffe wurden drei Tunnel geschaffen, die die Höhle mit dem Außenbereich verbanden und das Einlagern von Schnee erleichterten, der anschließend in den Orten an den Vulkanhängen verkauft wurde.

Die Höhle besitzt zwei getrennte Eingänge: einen, der über eine in den Felsen gehauene Treppe mit zehn steilen Stufen erreichbar ist, und einen zweiten, der wie eine künstliche Rutsche gestaltet ist. Diese doppelte Öffnung machte die Höhle nicht nur leicht zugänglich, sondern bot auch eine wertvolle Fluchtmöglichkeit. In den Wintermonaten lassen sich im Inneren noch Eisbildungen beobachten – ein Hinweis auf die frühere Funktion als Schneespeicher.

Besuchbar im Rahmen folgender EtnaWay-Touren: Familien-Tour | Ätna 3000 | Ätna Nord-Krater-Tour | Ätna & Alcantara.

Corruccio-Höhle: im Herzen des Vulkankegels

Diese Höhle liegt auf 1.380 Metern Höhe am Monte Corruccio unter Piano Provenzana und zeichnet sich durch ihre besondere Entstehung aus: Ein Teil der Höhle befindet sich direkt in der effusiven Austrittsöffnung der Eruptionsstruktur, der andere Teil erstreckt sich im Lavastrom.

Mit einer Länge von 81 Metern gliedert sich die Corruccio-Höhle in zwei Abschnitte, die durch einen eindrucksvollen Deckeneinsturz getrennt sind. Dort wurde eine Steintreppe angelegt, um den Durchgang zu erleichtern. Der obere Abschnitt fällt deutlich ab und besitzt ein spitzbogiges Gewölbe mit sehr enger Krümmung; der Boden besteht aus glatter Lava.

Der untere Abschnitt zeigt eine eher trapezförmige Querschnittsform: Zunächst wechseln Vulkanasche und Geröll, später folgt wieder Lava mit einer homogenen Oberfläche mit dicken Lavastricken.

Besuchbar im Rahmen folgender EtnaWay-Touren: Familien-Tour | Ätna 3000 | Ätna Nord-Krater-Tour | Ätna & Alcantara.

Himbeer-Höhle (Grotta dei Lamponi): ein Tunnel durch die Zeit

Die Himbeer-Höhle liegt auf 1.750 Metern Höhe im Bereich Passo dei Dammusi und zählt mit 400 Metern Länge zu den längsten Lavaröhren des Ätna. Sie entstand während der Eruption 1614–1624. Der Zugang erfolgt über einen Feldweg, der von Linguaglossa nach Piano Provenzana führt.

Die Höhle besteht aus zwei Haupttunneln: Ein Abschnitt unterhalb des Eingangs ist etwa 100 Meter lang und von mehreren Einstürzen geprägt; der obere Abschnitt ist rund 300 Meter lang und deutlich besser erhalten. Man betritt die Höhle durch eine Öffnung im Gewölbe und steigt über einen steilen Hang aus Einsturzmaterial hinab.

Der Querschnitt ist überwiegend halbkreisförmig, teils elliptisch mit horizontaler Hauptachse. Die Wände sind reich geschmückt mit Schmelzstalaktiten, Rillen und übereinanderliegenden horizontalen Fließwülsten. Dank verschiedener Öffnungen in der Decke gelangt Tageslicht hinein; zudem ist die Höhle gut belüftet. Beim Gehen klingt der Lavaboden stellenweise hohl – ein Hinweis auf die komplexe Struktur dieser geologischen Formation.

Eishöhle (Grotta del Gelo): Europas südlichster Gletscher

Auf 2.030 Metern Höhe, unterhalb der beeindruckenden Sciara del Follone, befindet sich das Juwel der Ätna-Höhlen: die Eishöhle. Mit 125 Metern Länge und einem Höhenunterschied von 30 Metern bewahrt sie permanentes Eis und gilt als südlichster Gletscher Europas.

Für die Begehung ist spezielle Ausrüstung erforderlich: Steigeisen und Eispickel sind unerlässlich. Der erste Abschnitt der Höhle ist relativ eben, der zweite führt über einen steilen, vereisten Hang. Besonders eindrucksvoll sind die Eiszapfen und Eisstalagmiten, die teils zu Säulen und Girlanden zusammenwachsen und sich je nach Jahreszeit verändern.

Für die Begehung ist spezielle Ausrüstung erforderlich: Steigeisen und Eispickel sind unerlässlich. Der erste Abschnitt der Galerie ist relativ eben, der zweite führt über einen steilen, vereisten Hang. Besonders eindrucksvoll sind die Eiszapfen und Eisstalagmiten, die teils zu Säulen und Girlanden zusammenwachsen und sich je nach Jahreszeit verändern.

Im März 1981 drohte eine Ätna-Eruption dieses Naturwunder zu zerstören: Ein Krater-Schacht öffnete sich nur 10 Meter vom Eingang entfernt, ein dicker Mantel aus Vulkanasche bedeckte die umliegenden Lavafelder und das Eis zog sich im Eingangsbereich zurück. Glücklicherweise überstand die Höhle das Ereignis und bewahrt bis heute ihr jahrhundertealtes Eis.

Serracozzo-Höhle

Der Einstieg zum Weg zur Serracozzo-Höhle liegt rechts, etwa 100 Meter vor dem Rifugio Citelli, und ist gut ausgeschildert. Nach etwa zehn Minuten erreicht man eine kleine Schutzhütte/Umzäunung (Ovile); danach biegt der Pfad nach links ab und führt durch einen Abschnitt mit Ätna-Birken sowie Rinnen, die in alte Lavaflüsse eingeschnitten sind – Spuren der glazialen Vergangenheit des Gebietes.

Nach rund zwanzig Minuten öffnet sich der Weg in ein kleines Tal, in dem sich die Serracozzo-Höhle befindet, die während der Eruption von 1971 entstand. Der Eingang ist niedrig und schmal; im Inneren kann man etwa 50 Meter weit gehen – nur mit Helm und Stirnlampe/Taschenlampe.

Von den Eruptionsöffnungen steigt die Route anschließend steil zu einem Aussichtspunkt über das Valle del Bove auf 2.095 Metern Höhe auf, entlang des Serracozzo-Grates, der durch magmatische Dikes geprägt ist.

Der einfachere Rückweg führt über den Grat bis auf 2.150 Meter und dann über den sandigen Abstieg 723A, der die Öffnungen der Eruption von 1928 quert und nahe der Hütte wieder auf den Hinweg trifft. Alternativ kann man Richtung Rocca della Valle oder Pizzi Deneri weitergehen (längere und anspruchsvollere Abschnitte), wo sich Beispiele der sogenannten „lava cicirara“ beobachten lassen – basaltisches Gestein mit großen, weißlichen Plagioklas-Kristallen.

Besuchbar im Rahmen der EtnaWay-Trekking-Tour.

Entdecke die Ätna-Höhlen mit EtnaWay

Die Erkundung der Ätna-Höhlen erfordert Vorbereitung, Ortskenntnis und besonderes Augenmerk auf Sicherheit. EtnaWay ist der ideale Partner, um dieses Abenteuer im Herzen des Vulkans sicher zu erleben – mit der Garantie eines unvergesslichen Erlebnisses.

Die spezialisierten Guides von EtnaWay kennen jeden Winkel des Vulkans, jede Höhle und jeden Pfad. Mit jahrelanger Erfahrung vor Ort und großer Leidenschaft für den Ätna verwandeln sie eine einfache Wanderung in eine spannende Reise durch die geologische und menschliche Geschichte des höchsten Vulkans Europas.

EtnaWay zu wählen bedeutet:

· sich auf zertifizierte vulkanologische Guides mit spezifischer Expertise zu verlassen
· die notwendige Ausrüstung für eine sichere Höhlenbegehung zu erhalten
· Zugang zu maßgeschneiderten Routen je nach Erfahrungsniveau zu bekommen
· Geschichten, Legenden und Besonderheiten zu entdecken, die nur echte Ätna-Kenner erzählen können
· die Natur durch nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus zu respektieren

Ob du die Eiszapfen der Eishöhle bewundern, die drei Ebenen der berühmten Lavahöhle erkunden oder die geheimnisvollen Gänge der Räuberhöhle entdecken möchtest: EtnaWay ist der Schlüssel zur Unterwelt des Ätna.

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