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Ätna Ost von Riposto bis zum Tal Valle del Bove

Die Seite des Ätna Ost ist an Landschaften und Klimazonen am reichsten und seit der Süd-Ost Krater 1971 seine Aktivität begonnen hat, ist es auch die Seite, die sich am meisten verändert.

Wir fahren vom Meer los, von Riposto, ein Städtchen, das seinen Namen der Aufbewahrung von Fässern verdankt. In den letzten Jahrhunderten wurden die Fässer mit Ätnawein in den Lagern hinter dem Hafen aufbewahrt (“riposte”), bevor sie auf die Schiffe verladen wurden.

Der Hafen wird heute auch Hafen des Ätna genannt, da er zu Füssen des Vulkans liegt. In der Mitte der vegetationsreichen Ätnaküste befindet sich die Riviera dei limoni, bekannt für ihre ausgezeichnete Produktion von Zitronen, die im vergangenen Jahrhundert den Lebensunterhalt der ganzen Region darstellte.

 

Riposto: der Beginn der Ätna Ost Route

Ein kleines Stück höher liegt Giarre, das seinen Namen der Herstellung der Terrakotta Krüge “giare” in den letzten Jahrhunderten verdankt.

Wir verlassen die Riviera dei limoni, die Küste an den Füssen des Ätna und nähern uns Santa Venerina, eine kleine Ortschaft, die berühmt ist für die Produktion von typisch sizilianischen Likörsorten, wie Limoncello und Mandarinetto, aber auch für das “Fuoco dell’Etna” (Feuer des Ätna), ein typischer starker Ätnalikör.

Das Dorf ist leider auch auf traurige Weise bekannt geworden, wegen des Erdbebens vom 29. Oktober 2002 (während der sogenannten perfekten Eruption, die am 27. Oktober 2002 begonnen hat) und nach dem Namen des Städtchens Santa Venerina benannt wird.

Während wir uns der Gegend um Zafferana Etnea nähern, treffen wir auf immer mehr Plantagen mit typischen Trauben des Ätna: Nerello Mascalese, Nerello Cappuccio, Carricante, Catarratto und Minnella.

 

Ätna Ost auf 700m: Wald von Milo

Noch bevor wir 700 m Höhe erreichen, treffen wir schon auf eine besondere Gegend, den einzigen Wald, der in dem Naturschutzgebiet des Ätnaparks auf dieser Höhe wächst, der Wald von Milo, üppig und grün, dank seiner Lage in der Mitte der Seite des Ätna Ost, die durch die vom Meer aufsteigenden Luftströmungen besonders reich an Regen ist.

Wir fahren durch die entzückende Ortschaft Milo, der am höchsten gelegene Ort auf dieser Seite, mit seiner Kirche im Zentrum, auf 720 m.

Dann durchqueren wir auch den Vorort Fornazzo auf 824 m Höhe, das Tor zum Naturschutzgebiet Parco dell’Etna. Es geht weiter nach Westen auf der einzigen Zufahrtstraße der gesamten nord-östlichen Seite des Ätna, eine Straße mit einem besonders pittoresken Namen, Mareneve (Meer aus Schnee), die zu den Skianlagen von Piano Provenzana führt. Die Straße klettert die Hänge des Vulkans hinauf und wir fahren neben alten Eselpfaden und antiken Kohlenwegen ca. 5 Km lang bis zu den Case Pietracannone auf 1.150 m Höhe, wo wir uns auf die off-road Strecke begeben, Richtung Valle del Bove.

 

Monte Fontane

Wir gehen an der Berghütte Pietra Cannone vorbei und tauchen in den Kastanienwald ein, einen alten Eselpfad entlang. Wir treffen auf Kirsch- und Pumacola Äpfelbäume, bis wir den Lavastrom von 1979 erreichen, an dem wir bergauf entlang gehen und dann die Valle del Bove sehen.

Auf einem noch kleineren Pfad begeben wir uns in Richtung Monte Fontane in die dichte Vegetation.

 

Valle del Bove

Oben angekommen treffen wir auf einen der monumentalen Bäume des Ätna, der Cerro di Monte Fontane, das älteste Exemplar der Eiche Quercus cerris auf dem Ätna Ost, geschätzt auf 400 Jahre.

Dann plötzlich verlassen wir die Vegetation auf der Südseite des Gipfels des Monte Fontane und befinden uns vor einer riesigen Fläche, wie eine halbkreisförmige Mulde, die an einen Kessel erinnert. Wir stehen der Valle del Bove gegenüber. Wie von einer Tribüne aus, haben wir die Möglichkeit ein riesiges Wunder der Natur zu sehen, ein Tal, das mit seinen 35 Km² die ganze östliche Seite des Vulkans eingekerbt hat.

Wir bewundern einen Hang voll Lavaströmen, die wie unbewegliche Steinzungen bezeugen, wie die Aktivität des Vulkans in nur einem halben Jahrhundert diese große Oberfläche bedeckt hat.

Am 5. April 1971 sind die ersten Spalten entstanden, aus denen sich die eruptive Aktivität entwickelt hat, die den Süd-Ost Krater erzeugt hat. Einer nach dem anderen sind die Lavaströme in die Valle del Bove geflossen und haben die reiche Vegetation, die das Tal erfüllte, verschluckt. Wenn man die Aussicht genau betrachtet, kann man noch die vorherige Struktur des Ätna erkennen, die vor ca. 8.000 Jahren eingestürzt ist und so dem Tal seine Form gegeben hat.

 

Bis zum nächsten Abenteuer 😉

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